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10 Tipps fürs Energie sparen zuhause

energie sparen

© better-life-blog.de

Um unseren Beitrag gegen den Klimawandel zuhause zu leisten, gibt es heute 10 einfache Tipps, wie Ihr zuhause leicht Energie sparen könnt. Das muss manchmal gar nicht direkt mit Strom zu tun haben, denn wie ihr direkt beim ersten Tipp sehen werdet, kann man auch durch das Einkaufsverhalten viel Energie sparen. Also, los geht’s.

1. Lebensmittel in Mehrweggläsern kaufen

Dass die Recyclingquote bei Plastik (ca. 37%) nicht so prall aussieht, habe ich Euch schon an anderer Stelle berichtet. Glas ist da mit 75% schon wesentlich besser. Doch das Schmelzen von Einwegglas, um daraus neue Gläser herzustellen, ist sehr energieintensiv. Das Ausspülen der Mehrweggläser braucht dagegen viel weniger Energie. Wusstet Ihr, dass ein Mehrwegglas im Schnitt 50-70 mal wieder befüllt wird? Grundsätzlich sollte man bei der Verpackung möglichst folgende Reihenfolge einhalten: Mehrweggläser, wenn das nicht geht Einweggläser, wenn das nicht geht Konservendosen, wenn das nicht geht Papierverpackungen und erst wenn es keine andere Alternative gibt Plastikverpackungen.

2. Wasserkocher benutzen – aber nicht immer!

Dass man mit einem Wasserkocher Energie sparen kann beim Abkochen von Wasser dürfte jeder schon wissen. Aber wusstet Ihr, dass es einen „Kipppunkt“ gibt? Bis zu 1,5 Liter ist ein Wasserkocher energieeffizienter als ein Herd. Das entspricht ungefähr der durchschnittlichen Füllmenge eines Wasserkochers. Alles, was darüber hinaus geht und einen zweiten Abkochvorgang zur Folge hätte, schafft der Herd mit geringerem Stromverbrauch. Also: Teewasser im Wasserkocher erhitzen. Aber die 5 Liter Wasser für Spagetti im Topf auf dem Herd zum Kochen bringen.

3. Mikrowelle nicht überladen

Eine Mikrowelle zu benutzen, ist grundsätzlich eine gute Idee, wenn man Energie sparen möchte. Das gilt aber nur für kleinere Portionen. Zwar verbraucht die Mikrowelle sehr viel weniger Strom als ein Herd oder Backofen durch die kurze, effiziente Laufzeit. Aber auch hier gibt es einen Kipppunkt (immer diese verdammten Kipppunkte ;-)). Ab ca. 250g  zu erwärmender Speisen ist wiederum der Backofen, bzw Herd energieeffizienter. Denn die Mikrowelle muss für größere Mengen sehr viel länger laufen, damit diese überall erhitzt werden. Ihr kennt das sicher. Je größer die Portion, desto größer die Verblüffung, wenn man plötzlich kalte Pasta im Mund hat. Bei der Mikrowelle verpufft nämlich fast die Hälfte der Energie als Abluft, die oben und an den Seiten an die Umgebung abgegeben werden. Daher: große Portionen im Topf oder Backofen aufwärmen.

4. Kühlschrank nicht zu kalt einstellen

Jetzt kommt ein kleiner Kühlschrank-Block, da es hier wirklich ordentliches Einsparpotenzial gibt. Der erste Kühlschrank-Tipp bezieht sich auf die Kühltemperatur eures Geräts. Die optimale Temperatur beim Kühlschrank liegt bei +7 Grad Celsius. Beim Eisfach reichen -18 Grad Celsius. Übrigens sollte der Kühlschrank nie überladen werden. Ganz wichtig ist nämlich, dass die Luft im Gerät gut zirkulieren kann, sonst wird er schnell ineffizient. Kleiner Tipp am Rande: bei den jetzigen Temperaturen draußen, kann man einiges an Kühlgut (z.B. Getränke) auch gut auf den Balkon auslagern. Das geht natürlich nicht bei Speisen, die auf eine geschlossene Kühlkette angewiesen sind.

5. Ein alter Hut, aber es bleibt wahr: A+++ rockt

Ok, das hat wahrscheinlich jeder schon mal gehört oder gelesen. Aber da es nun mal so ist, bringe auch ich diesen Tipp jetzt nochmal. Kaum ein anderes Gerät frisst so viel Strom im Haushalt, wie der Kühl-/Eisschrank. Er läuft rund um die Uhr. Deshalb ist der Hebel hier auch am Größten. Es rechnet sich immer (!) ein altes Gerät der unteren Stufen (B-F) gegen ein neues auszutauschen! Die Energieersparnis eines neuen A+++ Geräts im Vergleich zu einem 15 Jahre alten Kühlschrank beträgt 80%. Ich bin sonst immer dabei, wenn es darum geht, Dinge so lange zu benutzen, bis sie kaputt sind. Beim Kühlschrank kann ich euch davon aber abraten. Hier sollte man wirklich umrüsten.

6. Lebensmittel im Kühlschrank auftauen

Ihr wisst schon, dass Ihr morgen die Suppe aus dem Gefrierfach essen wollt? Oder Ihr wollt über Nacht Brot aus dem Gefrierfach auftauen und legt es deshalb auf einen Teller in die Küche? Legt die aufzutauenden Lebensmittel für den nächsten Tag stattdessen lieber über Nacht in den Kühlschrank. Dort tauen sie auch auf (wenn auch viel langsamer). Aber hier tragen sie dazu bei, den Kühlschrank zu kühlen. Das heißt er braucht dann weniger Strom in dieser Zeit und ihr nutzt die Energie, die ihr vorher zum Einfrieren benötigt habt, auf den „Rückweg“ nochmal aus, um beim Kühlschrank Strom zu sparen.

7. Vorhänge zu, Rollläden runter!

Wir mögen es auch im Winter schön warm in der Wohnung. Da gibt es ein großes Energiesparpotenzial. Neben Tipps zum richtigen Lüften und dem Runterregeln der Raumtemperatur kommt hier noch ein Tipp, den ihr vielleicht noch nicht kanntet: über 10% der Wärme verlassen das Haus über die Fenster. Daher kann man richtig Energie sparen, wenn man im Winter die Vorhänge zuzieht und sobald es draußen dunkel wird auch die Rollläden schließt. Denn diese isolieren die Fenster und die Wärme bleibt da, wo sie sein soll. In Eurer Wohnung.Ha

8. Das gute alte Zwiebelprinzip hilft beim Energie sparen

Hat meine Oma mir schon beigebracht. Im Winter sollte man viele Lagen Kleidung übereinander tragen. Die Luftschicht zwischen den einzelnen Kleidungsstücken isoliert zusätzlich, was dazu führt, dass mehrere dünne Oberteile mehr wärmen als ein dicker Pulli. Das können wir uns auch in Sachen Heizenergie zu Nutze machen. Wer sich auch in der Wohnung nach dem Zwiebelprinzip kleidet, friert nicht auch wenn die Heizung ein paar Grad niedriger eingestellt wird. Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, warum man im Winter mit T-Shirt in der Wohnung sitzen sollte. Mit Winterjacke sollte es natürlich auch nicht sein. Ein gesunder Mittelweg hilft hier dabei Heizkosten und damit Energie einzusparen.

9. Kleidung lüften und nicht zu heiß waschen

Die Waschmaschine. Noch so ein Stromfresser. Je mehr Kleidung man wechselt, desto mehr läuft sie. Lasst und ehrlich sein: kaum jemand von uns arbeitet wahrscheinlich so hart, dass man seine Kleidung täglich wechseln muss. Abgesehen von der Unterwäsche, die man nun wirklich jeden Tag wechseln sollte, reicht es bei den meisten Kleidungsstücken, sie über Nacht auszulüften, so dass man sie am nächsten Tag nochmal tragen kann, ohne jemand mit Gerüchen zu belästigen. Und wer unbedingt jeden Tag was anderes tragen muss aus modischen Gründen: man kann den getragenen, nicht riechenden Pulli auch nochmal in den Schrank hängen statt ihn in die Wäschetrommel zu werfen. By the way: bei den allermeisten Kleidungsstücken reicht es, sie auf 30 oder max. 40 Grad zu waschen. Selbst, wenn sie für 60 Grad geeignet sind. Kaum jemand hat wohl richtig dreckige Kleidung. Da reichen die niedrigen Temperaturen völlig. Und man kann locker die Hälfte der Energie einsparen – zusätzlich zu Waschmittel und Mikroplastik, die auch nicht so prall für die Umwelt sind.

10. Energie sparen mit Recycling-Toilettenpapier

Kaum zu fassen, aber die Menschen, die Recycling-Toilettenpapier kaufen, sind immer noch eine Minderheit. Das kann man auch sehr gut an den Regalen in den Läden beobachten. Da liegen ein, zwei Sorten Recyclingpapier und ca. 10 Sorten mit „frischer“ Ware. Klopapier! Ein Produkt, dessen Zweck nach einmaligem Gebrauch erfüllt ist. Wahnsinn! Dafür werden Bäume gefällt. Ich weiß nicht, was Menschen davon abhält für dieses Produkt zu Recyclingpapier zu greifen. Ich benutze es jedenfalls schon seit eh und je. Ich wüsste nicht, dass mir etwas fehlt. Und Schwielen habe ich auch keine am…Zum Vergleich: Pro Kilogramm Klopapier werden bei Recyclingpapier 50% weniger Energie und fast 70% weniger Wasser benötigt! Leichter kann man beides kaum einsparen.

Quelle: Every Day for Future

Fazit: Energie sparen ist leichter als man denkt

Ich hoffe, dass der ein oder andere Tipp für Euch neu war und Ihr ihn schon bald umsetzt. Wie Ihr gesehen habt, kann man kinderleicht zuhause direkt oder indirekt eine Menge Energie einsparen. Es kommt nur darauf an, dass man seine Komfortzone mal verlässt und was Neues ausprobiert. Das war es für heute. Schon mal ein kleiner Appetizer für kommende Woche: es geht um Photovoltaik-Anlagen auf Kirchendächern. Bis nächste Woche 🙂

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