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Autonome Wohnkapsel – Das Wohnen der Zukunft?

Autonome Wohnkapsel

© www.ecocapsule.sk

Heute möchte ich Euch gerne über die Autonome Wohnkapsel berichten, ein Konzept der slowakischen Firma Tiny House. Das ungewöhnliche Design ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Überzeugen kann die Autonome Wohnkapsel aber mit der Innenausstattung und natürlich vor allem ihrem Energie- und Wasserverbrauch.

Autonome Wohnkapsel – Autonomie als Wohnkonzept?

Das Besondere an dieser neuartigen Form zu Wohnen ist, dass die Wohnkapsel komplett autark ist. Das heißt, man kann sie irgendwo auf einem Grundstück abstellen und braucht sich – in der Theorie – nie wieder Sorgen um Strom und Wasser zu machen. Denn die Autonome Wohnkapsel versorgt sich selbst mit Energie. Dafür nutzt sie Sonne und Wind. Auf dem Dach der eiförmigen Kapsel befinden sich Solarzellen, die die Energie der Sonne nutzbar machen. Zudem lässt sich eine 750-Watt Windturbine aus- und einfahren, um bei Wind auch daraus Energie zu gewinnen.

Die ungewöhnliche Form der Kapsel ist nicht nur aus Design-Gründen gewählt. An den eiförmigen Wänden läuft das Regenwasser herunter und wird unter der Kapsel in einem Sammelbecken aufgefangen. Dort fließt es zuerst durch eine Membran, die das Wasser reinigt. Anschließend kann es als Trinkwasser aufbereitet werden.

Doch nicht nur die Nutzung von erneuerbarer Energie steht im Fokus: es werden auch alle Möglichkeiten zur Einsparung von Energie ausgeschöpft. So sind die Wände beispielsweise so gedämmt, dass die Raumtemperatur nahezu konstant gehalten werden kann. Die Außenwände sind aus Glasfasern gemacht, die über ein Aluminiumgerüst gespannt werden.

Auch die Einrichtung überzeugt

Das gilt zumindest, wenn man sich platztechnisch einschränken kann. Denn die 8,2 Quadratmeter große Wohnfläche soll angeblich für bis zu zwei Personen Platz bieten. Dazu wird natürlich jeder kleinste Raum bestmöglich ausgenutzt. Tatsächlich beinhaltet die Autonome Wohnkapsel alles, was man in einer Wohnung erwartet: eine kleine Kochzeile, ein abgetrenntes Bad mit WC, einen Arbeits- und Esstisch sowie natürlich eine Schlafgelegenheit.  Zusätzlich befindet sich an den beiden „Spitzen“ der Kapsel jeweils ein kleiner Stauraum. Einer ist von außen zu erreichen, der andere von innen.

Das kann und soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es für zwei Personen ganz schön eng wird. Die Grundfläche hat 4,48 mal 2,40 mal 2,48 Meter. Das ist wahrlich nicht viel. Man muss es also wirklich ernst meinen, wenn man sich für den Kauf einer solchen Wohnkapsel entscheidet. Auch kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht alle Sachen aus seiner alten Wohnung mitnehmen. Hinzu kommt, dass der Preis mit ca. 79.000€ momentan noch recht stattlich ist für die Leistung, die man erhält.

Version mit Rädern in Planung

Momentan muss die Autonome Wohnkapsel noch mit der Bahn oder auf einem LKW transportiert werden. Die slowakischen Macher arbeiten aber bereits an einer neuen Version, die auf Rädern daherkommt. Damit sollte sie sich zukünftig ähnlich einem Wohnwagen auch von einem Auto mit Anhängerkupplung ziehen lassen.

Das erhöht natürlich nochmals den Charme der Wohnkapsel, da man somit sein Zuhause an jeden Standort der Welt „mitnehmen“ kann. Wie ein Wohnwagen, nur dass man eben zusätzlich den eigenen Strom erzeugt und nicht auf externe Wasserzufuhr angewiesen ist. Falls es übrigens mal über einen längeren Zeitraum nicht regnet, kann man auch Wasser von außen nachfüllen. Man muss also keine Angst haben, dass man nicht mehr duschen kann, wenn im Sommer mal ein paar Wochen kein Regen fällt. Wobei die Wahrscheinlichkeit dafür in Deutschland ja sowieso eher gering ist 🙂

Fazit

Im Moment ist die Autonome Wohnkapsel „Ecocapsule“ von Tiny House noch etwas für Hardcore-Autarkie-Fans. Wenn das Produkt sich aber am Markt etablieren sollte und mit der Zeit auch größere Versionen folgen, die nach dem gleichen Konzept arbeiten, denke ich, dass es hierfür schon einen Markt geben kann. Mein einziger Kritikpunkt ist dann auch tatsächlich nur die Größe der Wohnkapsel. Das Konzept, komplett autark von Energie- und Wasserversorgung zu sein halte ich für eindeutig empfehlenswert. Ich bin sehr gespannt, wie es mit der Ecocapsule weitergeht und drücke den slowakischen Erfindern die Daumen!

Bis dahin,

genießt das Leben!

 

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