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Endlich Nichtraucher – Buchrezension

Endlich Nichtraucher

Endlich Nichtraucher von Allen Carr

Das Buch Endlich Nichtraucher von Allen Carr hat mir geholfen, nach 16 Jahren endlich mit dem Rauchen aufzuhören! Damit ist eigentlich schon alles gesagt und ich könnte über etwas anderes schreiben 🙂 Aber nein, gerne möchte ich Euch das Buch hier näher vorstellen und anhand meines eigenen Beispiels eine Art „Erfahrungsbericht“ geben. Keine Angst, ich werde dabei keines der Argumente benutzen, die jeder Raucher auswendig kennt (Geld, Gesundheit, etc.).

Des Menschen Wille…

Eines vorweg: Wenn Ihr nicht mit dem Rauchen aufhören wollt, kann Euch auch das Buch Endlich Nichtraucher nicht helfen! Es kommt schon darauf an, sich ein bisschen auf die Inhalte und Aussagen Carrs einzulassen. Aber Carr geht dabei sehr geschickt vor. Denn er benutzt eben nicht die gleichen Argumente, die Raucher schon alle tausendmal gehört haben (und die offensichtlich nichts gebracht haben), sondern enttarnt einfach die verschiedenen Alltagssituationen, in denen selbst eingefleischten Rauchern ihr „Hobby“ unangenehm ist. Die von Carr beschriebenen Situationen kennt jeder Raucher. Folglich spricht er mit dem Leser auf Augenhöhe. Was daran liegt, dass Carr selbst Jahrzehnte lang „Kette“ geraucht hat.

Doch dann hörte er von einem Moment auf den Anderen damit auf.  Wie er das geschafft hat, beschreibt er in seinem Buch. Obwohl er sich in den letzten zwanzig Jahren seines Lebens dem Kampf gegen das Rauchen verschrieben hat, kam es für ihn selbst leider zu spät: am Ende holte ihn sein jahrelanges Rauchen ein und er verstarb an Lungenkrebs. Sein Vermächtnis ist, dass er diesen Tod Hunderttausenden seiner Leser erspart hat!

Meine eigene Geschichte

Aber jetzt erstmal zu meiner persönlichen Geschichte. Angefangen mit dem Rauchen habe ich im Alter von 15 Jahren, was heutzutage  sogar recht spät ist, wenn ich mir die vielen rauchenden Kids so anschaue. Grund war – wie bei so vielen -, dass der kleine Andreas sich plötzlich furchtbar cool fühlte und das der Welt natürlich auch zeigen wollte. Und hey: Die Dinger schmecken schließlich so eklig, davon werde ich bestimmt niemals süchtig! Denkste! 16 Jahre später rauchte ich immer noch. Zwischendurch gab es einige Aufs und Abs. Temporäre Zeiten des Kettenrauchens wechselten sich ab mit Zeiten, in denen ich versuchte das Rauchen stark einzuschränken. Ein paarmal habe ich auch zaghafte Versuche gestartet, mit dem Rauchen ganz aufzuhören.

Legendär ist auf jeden Fall ein Versuch, bei dem ich drei Monate nicht mehr rauchte, fast 8 Kilo zunahm und dann wieder mit dem Rauchen anfing. Ergebnis: 8 Kilo drauf und trotzdem wieder Raucher! Daumen hoch! 🙂 Spätestens beim nächsten Bier mit den Kumpels probierte ich nämlich noch mal „nur eine einzige Zigarette“ und ein paar Tage später stand ich wieder an der Kasse mit einer Stange Zigaretten und dem Gefühl es wieder einmal nicht geschafft zu haben. Pech, ist halt so, kann man nicht ändern!

Das kleine Monster in uns

Ist das wirklich so einfach? Laut Carr machen wir es uns nur so einfach, um unser Scheitern zu verschleiern. Jedenfalls war es bei mir immer so. Oft kündigte ich meinen Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören in meinem Freundeskreis sogar nur als „Pause“ an, mit dem Hinweis, dass ich jederzeit wieder anfange, wenn ich Lust darauf habe. Damit nahm ich mir selbst von vorneherein den Druck des Scheiterns. Aber ich nahm dem Versuch, das Rauchen aufzuhören auch jede Ernsthaftigkeit.

Carr vertritt in Endlich Nichtraucher dagegen einen ganz anderen Weg: Macht Euer Ziel öffentlich! Sagt jedem, dass Ihr nie wieder in diesem Leben eine Zigarette anfassen werdet. Erhöht selbst den Druck, indem Ihr Eure Ziele für andere messbar macht. Wenn der Gedanke „nur eine Zigarette“ sich in Eure Gedanken schleicht, wird er zukünftig gefolgt von dem Gedanken „…und diese eine Zigarette kann schuld sein, dass ich für alle als Versager dastehe“. Zudem werden Eure (echten) Freunde Euch dann auch gar keine Zigarette mehr abgeben wollen.

Was ich oben als Gedanken beschrieben habe, nennt Carr „das kleine Monster“ in unserem Kopf. Dieses steht sinnbildlich für die Sucht, der wir verfallen sind. Denn das stellt Carr von Anfang an klar: Nikotinsucht ist eine der stärksten Abhängigkeiten, die es gibt. Von daher predigt er auch nie mit erhobenem Zeigefinger, weil er selbst viele erfolglose Versuche hinter sich hatte, mit dem Rauchen aufzuhören bis bei ihm mit der im Buch beschriebenen Methode funktioniert hat.

Zigaretten gegen Stress?

Ein weit verbreiteter Mythos, den ich mir selbst auch gerne eingeredet habe, ist, dass Zigaretten gegen Stress helfen. Mir persönlich haben die Dinger nie richtig geschmeckt. Aber sich in stressigen Situationen eine Zigarette anzuzünden hat mir immer sehr geholfen. Ach echt? Wirklich die Augen geöffnet in diesem Punkt hat mir ein Kapitel in Carrs Buch. Darin beschreibt Carr die Wirkung von Nikotin auf unser Gehirn. Es ist ein leichtes Nervengift, was sofort beim ersten Konsum (!) abhängig macht. Das perverse ist, dass die Wirkung des Nikotins umso kürzer anhält, je länger wir es konsumieren.

Der Punkt ist: in den vermeintlich stressigen Situationen, in denen ich und vielleicht auch Ihr zur Zigarette greifen (bei mir: gegriffen haben), wird man durch Nikotin nicht entspannt. Der Nikotinentzug ist die URSACHE der Stresssituation. Der vermeintliche berufliche oder private Stress, den Ihr verspürt, ist zurückzuführen auf das kleine Monster in Euch, das nach Nikotin schreit. Die Zigaretten helfen also nicht gegen den Stress. Sie bringen den Raucher lediglich auf den Level von Entspanntheit, den der Nichtraucher sowieso DIE GANZE ZEIT hat!

Endlich Nichtraucher …und jetzt?

Meine letzte Zigarette habe ich am 21.Juli 2016 um kurz vor acht abends nach einem Betriebsausflug geraucht. Ich erzähle Euch jetzt gar nicht die ganzen Verbesserungen in Bezug auf die Lebensqualität, die frische Nichtraucher immer so stolz gegenüber Ihren noch rauchenden Freunden rumposaunen. Was ich Euch erzählen möchte ist, dass ich seitdem kein einziges Mal ernsthaft darüber nachgedacht habe, mir eine Zigarette anzuzünden. Das liegt auch daran, dass Carr eindrücklich mit der Annahme aufräumt, dass es möglich sei, „nur eine einzige Zigarette noch“ zu rauchen, ohne wieder abhängig zu werden. Das ist leider unmöglich. Wie oben beschrieben macht Nikotin sofort abhängig. Am meisten foltern sich also die Leute, die nur gelegentlich eine Zigarette rauchen oder nur ein paar am Tag: sie leider nämlich quasi ständig unter Nikotinentzug! So etwas wie „wenig rauchen“ ist zwar theoretisch möglich, ist aber die schlimmste Folter, die Ihr Euch antun könnt.

Da ich Euch schon mal mein Aufhördatum genannt habe und mein Ziel NIE WIEDER eine einzige Zigarette zu rauchen, werde ich Euch hier gerne über meinen Status als Nichtraucher auf dem Laufenden halten. Ihr erinnert Euch, positiver Druck ist sehr hilfreich! Also hiermit versprochen: falls ich jemals wieder rückfällig werden sollte (und danach sieht es wirklich nicht aus!), werde ich Euch hier im better-life-blog einen ausgiebigen Artikel über mein Scheitern schreiben!

Fazit

Ich hype nicht gerne Selbsthilfebücher. Aber dieses hier hat mein Leben tatsächlich verändert. Falls Ihr bereit seid, mit dem Rauchen aufzuhören, wird Euch dieses Buch dabei helfen! Diese Bereitschaft muss aber zumindest da sein. Wie gesagt, niemand kann gegen seinen Willen dazu gebracht werden, das Rauchen aufzugeben. Aber wenn Ihr wie ich zuvor schon erfolglose Versuche gestartet habt, dann ist Euch mit diesem Buch der Erfolg fast sicher. Ihr habt die Bereitschaft dazu und dank Allen Carrs „positiver Gehirnwäsche“ bekommt Ihr so viele Argumente gegen das Rauchen, dass Ihr von selbst nie wieder eine Zigarette anfassen werdet.

Ich denk man liest meinen Enthusiasmus aus diesen Zeilen heraus. Das liegt halt daran, dass ich dank Endlich Nichtraucher von meiner größten Sucht losgekommen bin. Aber das ist natürlich meine ganz persönliche Erfahrung mit dem Buch. Wie immer rate ich Euch dazu selbst ein wenig zu recherchieren und Euch auch mit kritischen Stimmen zu befassen. Und dann liegt die Wahl wieder ganz bei Euch! 🙂

Hier noch ein Link* zum Buch:

Bis dahin,

genießt das Leben!

 

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