openPetition – Demokratie 2.0!?
15. September 2016
Das bergische Land – Meine neue Heimat
19. September 2016

Sprudelwasser aus dem Hahn – Was taugen Soda Stream und Co.?

Quelle: Regina Kaute / pixelio.de

Gibt es so etwas wie Sprudelwasser aus dem Hahn? Anlässlich eines Berichts, der vor kurzem im öffentlich-rechtlichen Fernsehen lief, möchte ich Euch heute etwas über die Qualität unseres Leitungswassers erzählen. Das wichtigste vorweg: man kann überall in Deutschland bedenkenlos Wasser aus dem Hahn trinken! Leitungswasser ist sogar das am häufigsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Aber keine pauschale Aussage ohne Einschränkung:  die hohe Qualität des Leitungswassers wird Euch nur bis zu Eurem Hausanschluss garantiert. Die Wasserwerke haben das Wasser nur bis dort unter Ihrer Kontrolle. Wenn in Eurem Haus uralte Bleileitungen verlegt sind, dann solltet Ihr tunlichst das Wasser meiden und lieber auf Flaschenwasser setzen. Dies ist allerdings eher die Ausnahme. Wie Ihr herausfindet, ob Euer Wasser genießbar ist, darauf komme ich weiter unten zu sprechen.

Wir persönlich nutzen seit einigen Jahren ein Soda Stream© System. Das kennt Ihr bestimmt noch aus der Werbung. Das Prinzip ist ganz einfach: Leitungswasser in den Soda Stream© Behälter einfüllen, Behälter in das Gerät einschrauben, aufsprudeln, fertig. Mittlerweile gibt es von Soda Stream© Sirup in vielen Geschmacksrichtungen. Persönlich stehe ich aber nicht so darauf, wir nutzen nur reines Wasser. Wenn Ihr aber lieber Cola, Saftschorlen, etc. mögt, könnt Ihr auch diese problemlos mit dem Soda Stream© zubereiten. Sogar das Mischen von Bier ist möglich, wobei mir das im Traum nicht einfallen würde! Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden…

Sprudelwasser aus dem Hahn

DAS gibt es bei mir definitiv nicht aus dem Soda Stream; Quelle: Tim Reckmann / pixelio.de

Gut für die CO²-Bilanz

Warum mache ich hier im meinem Blog Werbung für Soda Stream©? Ganz einfach. Neben dem schönen Effekt für Euren Geldbeutel (denn man spart wirklich Geld), kommt noch ein anderer Aspekt hinzu, der mich von diesem Gerät überzeugt hat: Wasser aus der Leitung zu beziehen ist wesentlich umweltschonender. Warum? Es klingt doch etwas ironisch, dass man durch das Zusetzen von CO² zu Wasser die CO²-Bilanz verbessern soll. Und doch ist es so, denn die CO²-Bilanz eines Produkts bezieht sich auf den ganzen Lifecycle, von der „Förderung“ bis hin zu Euch nach Hause.

Während bei normalem Flaschenwasser  also auch die Produktion der Flaschen und Wasserkästen berücksichtigt werden muss, sowie der Transport in die Abfüllwerke und von dort über den Großhändler, den Einzelhändler und bis zu Euch nach Hause, entfallen alle diese Faktoren, wenn Ihr Euer Wasser direkt aus der Leitung zuhause bezieht. Zwar müssen auch der Wassersprudler, sowie dessen Flasche und die CO²-Kartusche hergestellt und transportiert werden, dies ist aber nur einmal der Fall und nicht immer wieder wie beim abgefüllten Wasser.

Es geht übrigens nicht um die spezielle Marke Soda Stream©, sondern um das Prinzip der Wassersprudler. Auch die Konkurrenzmarken, wie Soda Maxx© und andere erfüllen alle genannten Kriterien. Da ich Euch aber nur über das berichte, was ich auch selbst kenne, habe ich halt über Soda Stream© geschrieben. Prüft im Zweifelsfall die anderen Marken und entscheidet selbst, welches System Ihr nutzen wollt. Wie immer geht es auch hier um die Sache!

Nie mehr „Ich hab Rücken“ dank Sprudelwasser aus dem Hahn

Ein weiterer Vorteil von Wassersprudlern ist die Tatsache, dass Ihr die schweren Kästen nicht mehr durch die Gegend schleppen braucht. Euer Rücken wird es Euch langfristig danken. Der finanzielle Vorteil besteht besonders im Hinblick auf Markenwasser. Damit sind nicht mal die Premiummarken gemeint, sondern nahezu alle Wassermarken, die Ihr im Getränkehandel beziehen könnt. Einen Liter Wasser aus dem Wassersprudler erhaltet Ihr im Schnitt für einen Viertel des Preises von einem Liter Markenwasser. Anders sieht es beim Wasser aus dem Discounter aus: dieses liegt preislich etwa auf dem gleichen Niveau wie selbst gesprudeltes Wasser. Den Vergleich gewinnt trotzdem Letzteres, da die Transportkosten entfallen und Leitungswasser oftmals einen höheren Mineralstoffanteil hat als das Wasser aus dem Discounter! Irgendwie müssen die Billig-Preise der Discounter ja auch zustande kommen. Zudem kommt das Discounter-Wasser aus billigen Plastikflaschen, die (in für den Menschen unbedenklichen Dosen) Schadstoffe in das Wasser abgeben.

Einfach unnötig...Quelle: Ariane Sept / pixelio.de

Einfach unnötig…Quelle: Ariane Sept / pixelio.de

Ihr müsst Euch auch nicht mehr im Vorfeld entscheiden, ob Ihr lieber stilles, medium oder normales Wasser trinken möchtet. Das entscheidet Ihr zukünftig live, nämlich genau dann, wenn Ihr Durst habt. Ein Wassersprudler ermöglicht es Euch nämlich, den CO²-Gehalt Eures Getränks selbst zu dosieren. Je länger Ihr den Druckknopf gedrückt haltet, mit desto mehr CO² wird das Wasser versetzt. Einfach, oder? Ihr müsst übrigens keine Angst haben, dass Ihr verdurstet, wenn Ihr im Sommer nach dem Sport schnell etwas trinken wollt und noch kein Wasser aufgesprudelt habt: inklusive „Zapfen“ aus dem Wasserhahn dauert es ca. 30 Sekunden, bis Euer selbst hergestelltes Sprudelwasser fertig ist.

Viel hilft viel

Da es hier bei better-life-blog.de  auch um ein gesundes Leben geht, möchte ich Euch einen letzten Vorteil auch nicht verschweigen. Die Hersteller selbst werben damit, dass in Haushalten mit Wassersprudlern auch mehr Wasser getrunken wird. Ich kann zwar nicht sagen, woran das liegt aber ich kann es bestätigen. Ich zumindest trinke wesentlich mehr als vorher. Vielleicht aus Spieltrieb beim Aufsprudeln? Ich weiß es nicht genau. Tatsache ist, dass ich mittlerweile mehr als drei Liter am Tag trinke. Das ist definitiv mehr als früher. Und definitiv gesund. Da könnt Ihr jeden Arzt fragen.

Die Nachteile will ich Euch aber auch nicht verschweigen: zum einen müsst Ihr natürlich nach wie vor Einkaufen. Und zwar die CO²-Kartusche. Eine Füllung reicht für bis zu 60 Liter Sprudelwasser. Das entspricht 5 Kästen Wasser! Eine Kartusche wiegt aber nur so viel wie eine Flasche aus einem der 5 Kästen, von daher halte ich das immer noch für einen großen Fortschritt 🙂 Der zweite Nachteil liegt auf der Hand: wenn die CO²-Kartusche leer ist, gibt es auch keine Sprudelwasser mehr. Dann muss man erstmal losfahren und eine neue besorgen. Dies lässt sich aber leicht abfangen, indem man einfach eine zweite CO²-Kartusche kauft und diese dann im Wechsel tauscht. So machen wir das auch und saßen seitdem noch nie auf dem Trockenen. Das Tauschen geht übrigens bei vielen Geschäften, wie z.B. dm, Real, Hit und Rossmann.

Gehören der Vergangenheit an...Quelle: Alipictures / pixelio.de

Gehören der Vergangenheit an…Quelle: Alipictures / pixelio.de

Wasserqualität zuhause erst testen!

Zum Schluss noch etwas ganz wichtiges: Bevor Ihr Euch für den Kauf eines Wassersprudlers entscheidet, solltet Ihr unbedingt die Qualität Eures Leitungswassers testen lassen. Wie eingangs erwähnt ist die Qualität des Wassers zwar durch die Wasserwerke sichergestellt, nicht aber die Qualität Eurer Wasserleitungen! Entnehmt daher eine Wasserprobe und schickt diese in ein Labor, damit es dort getestet wird. Das habe ich damals auch gemacht. Das kostet etwa 90 Euro, die sich aber lohnen! Selbst für den Fall, dass sich herausstellt, dass das Wasser aus Euren Leitungen nicht in großen Mengen getrunken werden sollte, habt Ihr wenigstens die Sicherheit, die richtige Entscheidung zu treffen. Besonders wenn Ihr ein Baby oder Kleinkind habt, empfehle ich Euch sowieso solch einen Test, wenn Ihr das Leitungswasser zur Zubereitung der Flaschenmilch nehmt. Denn chemische Ablagerungen aus den Rohren werden auch durch Kochen des Wassers nicht beseitigt.

Ich hoffe Euch damit eine gesunde umweltschonende Alternative zum Kauf von abgefülltem Wasser vorgestellt zu haben. Aus eigener Erfahrung kann ich den Wassersprudler sehr empfehlen. Alle Vor- und Nachteile habe ich Euch in diesem Artikel vorgestellt, die letztliche Entscheidung liegt bei Euch.

Bis dahin,

genießt das Leben!

Hier noch ein Link* zum Wassersprudler, den ich verwende und empfehlen kann (es gibt auch eine teurere Variante mit Glasflaschen aber dieser hier ist vollkommen ausreichend):

Zusätzliche CO²-Kartuschen findet Ihr hier unter diesem Link*:

1 Comment

  1. […] statt Einweg! Wenn Ihr noch keinen Sodastream für Euer Trinkwasser habt, dann verzichtet wenigstens auf PET Flaschen! Glasflaschen geben keine Plastikteile in das […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.